Dyskalkulie

Dyskalkulie – frühzeitig erkennen und behandeln

Dyskalkulie (griech. dys=schlecht; lat. calculus=Rechnung) bezeichnet gravierende und anhaltende Schwierigkeiten im Rechnenlernen. Die mathematischen Leistungen entsprechen nicht dem Stand, welcher aufgrund des Alters, der Schulstufe und der allgemeinen Intelligenz erwartet werden kann und betreffen vor allem die Grundrechenarten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.

Wie erkenne ich eine Dyskalkulie?

Laut Studien sind etwa 6% der Grundschüler direkt davon betroffen, ungefähr 15% haben eine Schwäche im Rechnen und benötigen zusätzliche Förderung. Kinder, welche am Ende der ersten Klasse Rechnungen bis 10 noch nicht beherrschen oder noch Unsicherheiten in den Zahlenzerlegungen (siehe Bild) zeigen, sollten aufmerksam beobachtet werden. Am Ende der zweiten Klasse sollten Plus- und Minusaufgaben bis 100 keine großen Schwierigkeiten mehr darstellen. In den folgenden Jahren sollten besonders Kinder beachtet werden, welche beim Einmaleins oder beim schriftlichen Multiplizieren oder Dividieren anhaltende Schwierigkeiten zeigen.

Zahlenzerlegung der Zahl 3

Häufig wird Mathematik mit Intelligenz gleichgesetzt: Kinder mit Schwierigkeiten im Rechnen werden als „faul“ oder „dumm“ gesehen. Das stimmt aber nicht. Betroffene mit einer Rechenstörung haben eine durchschnittliche Intelligenz, entwickeln jedoch meist umständliche und fehleranfällige Rechenstrategien. Hier gilt es nun mit einer gezielten Förderung anzusetzen.

Kann ich etwas gegen Dyskalkulie tun?

Bemerken Eltern, dass ihre Kinder mehr Schwierigkeiten beim Rechnen haben als andere, ist eine Abklärung bei der Schulpsychologie zu empfehlen. Nachher ist eine gezielte Förderung für das Kind unerlässlich. Es muss am Verständnis gearbeitet werden und da Mathematik sehr aufbauend ist, muss erfahrungsgemäß auch bei älteren Kindern im Zahlenraum 10 begonnen werden.

Auch hier gilt: Je früher, desto besser. Wenn das Kind bereits eine Abneigung für Mathematik entwickelt hat, es an Schultagen in der Früh an Kopf- oder Bauchschmerzen leidet oder Spiele mit Würfeln oder sonstigem mathematischen Inhalt verweigert, ist es höchste Zeit zu handeln. Wenn sich diese Verhaltensweisen manifestieren, wird es schwierig, dem entgegenzuwirken.

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