kleinschreibung

Groß- und Kleinschreibung bei Legasthenie

Viele Legastheniker haben Schwierigkeiten in der Groß- und Kleinschreibung. Nomen werden klein, Adjektive und Verben fälschlicherweise großgeschrieben. Worauf sollte nun beim Üben geachtet werden?

Wortarten erkennen

Grundvoraussetzung für die Groß- und Kleinschreibung ist das Erkennen der verschiedenen Wortarten. Die wichtigsten sind: Nomen (Namenwort), Verb (Tunwort) und Adjektiv (Wiewort).

In der Arbeit mit Legastheniker reicht es erfahrungsgemäß zu Anfang, wenn wir uns nur auf diese drei Wortarten konzentrieren.

Wie erkenne ich ein Nomen?

Meistens wissen Kinder und Jugendliche, dass Namenwörter entweder einen Begleiter (der, die, das, ein, eine) haben oder dass es Dinge sind, die ich sehen und anfassen kann. Mit diesen beiden Proben erfasse ich sicherlich viele Namenwörter.

Ausgeschlossen bleiben vor allem abstrakte Dinge, wie Gefühle, Vorstellungen oder Ideen. Diese kann ich weder sehen, noch anfassen.

Sich nur auf die Begleiterprobe zu verlassen, kann unter anderem auch zu Fehlern führen. Schauen wir uns folgendes Beispiel an.

Der kleine Hans geht zur Großmutter.

Wenn Kinder denken, dass vor einem Nomen immer ein Begleiter steht, dann habe ich mit diesem Beispiel ein Problem. Danach müsste ich „kleine“ großschreiben, denn direkt davor steht ein Artikel „der“.

Um derartige Fehler zu vermeiden ist es sinnvoll, wenn wir uns beim Erkennen der Nomen dreifach absichern:

  1. Hat das Wort einen Begleiter?
  2. Kann ich es anfassen oder sehen?
  3. Kann ich es haben?

Mit der Haben-Probe erfasse ich auch Gedanken, Ideen und Gefühle. Beispiel: Glück haben, Hunger haben, eine Idee haben, usw. Somit sollten Kinder in den meisten Fällen fehlerfrei bleiben.

Übung zur Groß- und Kleinschreibung

Legasthene Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben meistens auch Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit.

Deshalb ist es bei Übungen wichtig, dass sie abwechslungsreich und auch optisch ansprechen, ohne vom Wichtigen abzulenken. Langweilige Arbeitsblätter erhöhen nicht die Motivation.

Übungsbeispiel

An der Tafel oder auf einem Zettel werden Wörter vorbereitet. Das Ziel ist die Zuordnung zu den drei Wortarten. Zuerst können die Kinder die Wörter mit den drei Farben kennzeichnen, danach werden die Wörter in der richtigen Groß- und Kleinschreibung ins Heft übertragen.

Als Variante zum Abschreiben ins Heft können die einzelnen Wörter auch auf Klebezettel geschrieben werden. Im Raum hängen an den Wänden die 3 Wortarten. Nach dem Abschreiben können sie nochmal zugeordnet werden. Dabei wird kontrolliert, ob die Schreibweise auch zur Wortart passt.

Übungsbeispiel für die Groß- und Kleinschreibung

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Bist du auf der Suche nach weiteren Deutsch- oder Matheübungen? Dann schau mal bei Eduki vorbei.

Wenn du Lust hast, folge mir auf Instagram.

close

Verpasse keine Beiträge mehr!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.