Der #BookTok-Effekt: Wie die „Off-Campus“-Reihe die Lesemotivation von Teenagern rettet

​Wer Jugendliche zu Hause hat, kennt das Drama: Das Smartphone klebt an der Hand, aber sobald ein Buch aufgeschlagen werden soll, herrscht gähnende Leere. Besonders für Jugendliche mit einer Legasthenie oder Lese-Rechtschreibschwäche ist das Lesen oft so negativ besetzt, dass sie freiwillig kein Buch mehr anrühren. Die Schullektüre tut meist ihr Übriges, um den letzten Rest Motivation im Keim zu ersticken.

​Und dann kommt plötzlich ein Phänomen namens #BookTok (die Bücher-Community auf TikTok) um die Ecke, und Teenager verschlingen plötzlich 350-Seiten-Wälzer. Ganz vorne mit dabei: Die legendäre „Off-Campus“-Reihe von Elle Kennedy (mit Bänden wie The Deal, The Mistake, The Score, The Goal, The Legacy).

​Warum diese Bücher ein absoluter Geheimtipp sind, um die Lesemotivation bei Jugendlichen (wieder) zu wecken, erfährst du hier.

​Warum ausgerechnet „Off-Campus“ funktioniert

​Man mag von Liebesromanen und College-Eishockey-Spielern halten, was man will – aber Elle Kennedy macht aus Sicht der Lesemotivation alles richtig:

Der „Sog-Effekt“ (Page-Turner)

Die Geschichten rund um Hannah, Garrett und Co. sind emotional, humorvoll, ein bisschen dramatisch und extrem flüssig geschrieben. Jugendliche wollen wissen, wie es weitergeht. Dieses „Ich-kann-nicht-aufhören-zu-lesen“-Gefühl ist für Jugendliche mit Legasthenie eine völlig neue, extrem bestärkende Erfahrung.

Einfache Sprache, hohe Relevanz

Die Dialoge sind modern, authentisch und nicht verschachtelt. Es gibt keine verstaubten Vokabeln, sondern die Sprache der Jugendlichen. Das senkt die Frustrationsgrenze beim Lesen massiv.

Der Coolness-Faktor

Diese Bücher sind auf Social Media Trend. Wer sie liest, gehört dazu. Für einen Teenager, der sich wegen seiner Leseschwäche oft „anders“ oder unzulänglich fühlt, ist es ein riesiger Push fürs Selbstbewusstsein, denselben Bestseller auf dem Nachttisch liegen zu haben wie alle anderen.

​Wie wir diesen Trend für die Lernförderung nutzen können

​Wenn dein Kind oder dein Teenager plötzlich Interesse an dieser Reihe zeigt (oder du einen Schubs in die richtige Richtung geben willst), nutze den Schwung:

Hörbuch und Buch kombinieren

Die „Off-Campus“-Bücher gibt es alle als hervorragend vertonte Hörbücher. Jugendliche mit Legasthenie können das Hörbuch auf halber Geschwindigkeit hören und gleichzeitig im gedruckten Buch mitlesen. Das entlastet das Arbeitsgedächtnis, schult das Wortbild und macht einfach Spaß.

Keine Bewertung der Lektüre

„Off-Campus“ ist reine Unterhaltungsliteratur. Es ist nicht Goethe.

Aber: Jede Zeile, die freiwillig und mit Freude gelesen wird, ist ein Gewinn für die Lese-Kompetenz und das Gehirn.

Auf Englisch versuchen?

Viele Jugendliche wollen die Bücher unbedingt im (cooleren) englischen Original lesen. Was erst mal nach einer Überforderung bei Legasthenie klingt, kann durch die hohe Eigenmotivation Wunder wirken – besonders in Kombination mit der Hörbuch-Methode.

​Mein Fazit: Lesemotivation darf leicht sein

​Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, um Jugendliche zum Lesen zu bringen. Manchmal müssen wir einfach nur schauen, was sie in ihrer Lebenswelt sowieso schon begeistert. Die „Off-Campus“-Reihe zeigt, dass Lesen keine Qual sein muss, sondern Suchtfaktor haben kann. Und genau diese positive Erfahrung ist der Schlüssel, um die Angst vor dem geschriebenen Wort langfristig abzubauen.

Off-Campus-Reihe (Band 1-5) von Elle Kennedy

Viel Spaß beim Lesen!

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