Tipps für das schriftliche Addieren und Subtrahieren

So klappt es mit dem Übertrag beim Addieren und Subtrahieren

Immer wieder sehe ich in meiner Praxis bei Kindern und Jugendlichen, dass sie beim schriftlichen Addieren und Subtrahieren den Zehnerübertrag vergessen. Besonders Kinder und Jugendliche mit einer Rechenschwäche bzw. Rechenstörung haben dabei große Schwierigkeiten.

Rechnen beansprucht sehr viele Hirnareale und besonders das Arbeitsgedächtnis. Es erlaubt uns, Informationen kurzfristig zu speichern, zu verarbeiten und zu verändern. Leider ist die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses nicht unermesslich. Wir können nur etwas 7 +/- 2 Elemente gleichzeitig speichern und bearbeiten. Deshalb ist es vor allem für Kinder und Jugendliche mit Rechenschwierigkeiten wichtig ihr Arbeitsgedächtnis zu entlasten.

Materialen zu finden, die genau dieses Ziel verfolgen, ist oft schwierig. Sie müssen sich im Alltag bewähren und auch eine Erleichterung für Schülerinnen und Schüler bringen.

Im Downloadbereich finden Sie zwei Arbeitsblätter mit der jeweiligen Beispielaufgabe für eine schriftliche Addition und Subtraktion im Tausenderraum. Das Modell kann auch auf den Hunderterraum angepasst werden.

Wichtig ist, dass das Material vor allem zu Beginn in der Verständnisphase verwendet wird. Danach sollte sich das Kind/der Jugendliche die Materialvorlage vor dem geistigen Auge vorstellen. Lassen Sie sich bei den Übungen immer wieder erklären, wie gerechnet wurde. Nur so können Sie nachvollziehen, ob das Geübte auch wirklich verstanden wurde. Es geht nicht um das Auswendiglernen und sture Befolgen einer Rechenprozedur, sondern das Kind/der Jugendliche muss verstehen, warum er die Schritte in dieser Weise machen muss. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass sich Kinder und Jugendliche in Prüfungssituationen nicht mehr zurechtfinden, weil sich die Aufgabenart oder – stellung verändern.

Tipp aus der Praxis: lieber ein bisschen mehr Zeit in den Aufbau des Verständnisses investieren!

Hier gehts zum PDF-Download!

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